Die von Patricia Urquiola entworfenen Edo Töpfe vereinen unterschiedliche kulturelle Bezüge und formale Inspirationen. Die daraus entstehende Vielfalt interpretiert die Designerin auf spielerische und ungezwungene Weise – eine Kombination verschiedener Einflüsse, die an das Wesen des Kochens erinnert: das Vermischen unterschiedlicher Zutaten zu einem Gericht.
Edo ist der frühere Name von Tokio, und der Bezug zu Japan entstand bei diesem Projekt durch ein Geschirrset, das Patricia Urquiola in ihrer eigenen Küche verwendet. Sie erwarb die Töpfe in Japan, und ihr schlichtes, elegantes Design diente als Inspiration für die Edo Serie.
Die Idee der Designerin war es, ein industrielles Produktionsprojekt durch bestimmte Details weicher wirken zu lassen und die strengen Regeln der Massenproduktion bewusst aufzubrechen. Dazu gehören insbesondere die leicht ausgestellten Topfränder sowie die Griffe, deren Gestaltung an Bänder erinnert, die am Korpus der Töpfe befestigt sind. Ihre Form wirkt keineswegs industriell gefertigt, sondern vielmehr wie handgearbeitet.
Der Name Edo erinnert zudem an den lateinischen Begriff «edere», also «essen», und bringt damit erneut jene Begegnung verschiedener Kulturen zum Ausdruck, die das gesamte Projekt prägt. Die konkave Form der Deckel und die darauf angebrachten Knäufe erinnern an ein Barett, das auf einer Oberfläche liegt – eine Anspielung auf die baskischen Wurzeln von Patricia Urquiola.
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